Kamin „Stein“

Das Herzstück dieser Anlage war ein großer freistehender Kamin, der für einen besonders langen und zuverlässigen Betrieb ausgelegt wurde. Durch seine spezielle Konstruktion mit externer Luftzufuhr konnte er auch über einen sehr langen Zeitraum betrieben werden, ohne zu überhitzen, und verband dabei hohe Funktionalität mit einer kraftvollen architektonischen Wirkung.



Der Auftraggeber war ein Mensch mit eigenem Geschmack und einer Vorliebe für unkonventionelle, lebendige Lösungen — nicht aus dem Wunsch heraus, modern zu wirken, sondern aus dem Bedürfnis nach Echtheit, Wärme und Atmosphäre.

Ursprünglich war die Anlage als dreiteilige Komposition geplant: ein großer freistehender Kamin, ein Heizofen mit Kochplatte und dazwischen ein Grillkamin. Letzterer war zunächst als gemauerte Konstruktion mit eigenem Rauchabzug vorgesehen, in die später ein gusseiserner Einsatz hätte eingebaut werden können. Später entschied sich der Auftraggeber jedoch gegen diese Lösung — und rückblickend war das die richtige Entscheidung. Für genau diesen Zweck entstand später außerhalb dieses Raumes eine eigene Anlage. Doch das ist bereits die Geschichte eines anderen Projekts.

In dieser Anlage wurde viel Naturstein verarbeitet. Das Herzstück des gesamten Ensembles war ohne Zweifel der große freistehende Kamin. Er wurde mit externer Luftzufuhr ausgeführt: Die Luft tritt durch eine Öffnung in der Außenwand ein, strömt durch die Konstruktion und kühlt dabei den Kern des Kamins. Dadurch kann der Kamin außergewöhnlich lange betrieben werden, ohne zu überhitzen.

Dass dies nicht nur Theorie ist, zeigte sich auch im praktischen Einsatz: Im Winter lief der Kamin mehrere Tage ununterbrochen — ohne jede negative Folge für die Konstruktion. Gewöhnliche häusliche Feuerstätten sind in der Regel für den periodischen Betrieb ausgelegt und nicht für dauerhaftes Brennen. Gerade darin zeigte dieser Kamin seine besondere Zuverlässigkeit.

Da der freistehende Kamin über ein großes Portal verfügt, erhielt er einen eigenen Schornstein. Sowohl dieser als auch der Schornstein des Heizofens wurden mit Funkenschutz ausgestattet.

Die Anlage befindet sich in einer malerischen Erholungszone am Ufer des Siwerskyj Donez.