
























Vor dem Zeitalter der Personal Computer wurde der gesamte Entwurfs- und Planungsprozess von Hand ausgeführt. Gearbeitet wurde auf Papier — mit Farben, Zeichengeräten und einer großen Menge präziser, beinahe filigraner Handarbeit. Die Ausarbeitung eines Projekts erforderte nicht nur Erfahrung und Fachwissen, sondern auch viel Zeit.
Mit dem Aufkommen der Computer erweiterten sich die Möglichkeiten der Planung erheblich, und der gesamte Prozess wurde schneller, präziser und anschaulicher. Das erste Grafikprogramm, mit dem ich zu arbeiten begann, war SketchUp. Gerade für den Ofenbau erwies es sich als besonders praktisch: Man konnte darin nicht nur die Grundform eines zukünftigen Ofens entwerfen, sondern auch die Schichten beziehungsweise Reihen der Ziegelsetzung im Detail ausarbeiten und daraus anschließend eine Zeichnung ableiten. Im Grunde ließ sich jeder einzelne Ziegelstein zunächst virtuell setzen — noch bevor die eigentliche Arbeit begann.
Damals verfügte SketchUp über ein einfaches, aber durchaus solides Visualisierungssystem mit Stilen. Später wurden die Möglichkeiten des Programms durch V-Ray deutlich erweitert. Mit dieser Erweiterung konnte man mit Licht, Schatten, Glanzlichtern und Materialien arbeiten, wodurch die Projektvisualisierung wesentlich realistischer und ausdrucksstärker wurde.
Im Laufe der Zeit habe ich auch andere Programme ausprobiert: AutoCAD, Onshape und Blender. Jedes von ihnen hat seine eigenen Stärken und Vorteile. In der Praxis kam ich jedoch zu dem Schluss, dass viele dieser Lösungen für den Ofenbau zu komplex sind und sich in erster Linie an den Maschinenbau, die industrielle Konstruktion oder die technische Entwicklung richten. Für meine Arbeit sind nicht nur Präzision und Funktionalität wichtig, sondern auch Übersichtlichkeit, Schnelligkeit und die Möglichkeit, Form und Konstruktion gleichzeitig zu denken.
Deshalb habe ich mich letztlich für SketchUp als universelles und für meine Arbeit am besten geeignetes Werkzeug entschieden. Heute, mit der Entwicklung der künstlichen Intelligenz, denke ich bereits weiter: Ich plane, einen eigenen digitalen Assistenten zu entwickeln, der mich bei der Planung, beim Design und bei der Erstellung von Ofenzeichnungen unterstützen kann. Das ist bereits der nächste Schritt — von der Handarbeit zum digitalen Modellieren und vom digitalen Modellieren zur intelligenten Unterstützung kreativer und technischer Prozesse.
Wenn ich ehrlich bin, verändert sich die Technik, aber das Wesen der Arbeit bleibt gleich: Ein guter Ofen beginnt nicht mit einer Taste, sondern mit einem Gedanken.
